Unsere Kolpingsfamilie

von der Gründung bis heute

Als katholischer Gesellenverein Elzach wurde unsere Kolpingsfamilie am 21. Juni 1907 gegründet

16 Handwerksgesellen versammelten sich mit Stadtpfarrer Carl Groß am 21. Juni 1907 zur Gründung des kath. Gesellenvereins Elzach. Bereits am 30. Juni 1907 fanden Vorstandswahlen statt, aus denen der Schreiner Albert Pfaff als Senior hervorging. Zuvor hatte Stadtpfarrer Groß schon in der Gründungsversammlung das Amt des Präses übernommen. Unter Beteiligung der Nachbarvereine Waldkirch und Freiburg fand am 15.09.1907 eine Stiftungsfeier statt. Schon bei dieser Stiftungsfeier und danach bei der ersten Weihnachtsfeier am 29.12.1907 trat die Laienspielschar mit mehreren Theaterstücken auf. Bis zur ersten Generalversammlung am 19. Januar 1908 hatten sich 28 aktive und 25 Ehrenmitglieder (als solche wurden bis zur Gründung von Altkolping die älteren interessierten Mitbürger geführt) einschreiben lassen.

Nachdem Albert Pfaff Ordensmann geworden war, übernahm der Drechsler Pius Schätzle das Amt des Seniors. Der Gesellenverein hatte sich in kurzer Zeit innerhalb der Bevölkerung etabliert. Die junge Gemeinschaft gab sich die vom Generalpräses genehmigte Satzung und die Wanderordnung, welche die so wichtige Wanderunterstützung regelte, eine der damals herausragendsten Aufgaben der kath. Gesellenvereine überhaupt.

Am 19.01.1910 wird die Anschaffung einer Vereinsfahne beschlossen. Diese soll ein Bild des hl. Josef als Handwerker und das Stadtwappen enthalten. Das Fest der Fahnenweihe fand am 16. Mai 1910 statt. In feierlichem Gottesdienst, an dem alle örtlichen und neun Brudervereine teilnahmen, erhielt die neue Fahne durch den Präses Stadtpfarrer Carl Groß die kirchliche Weihe. In einem Nachwort sagt Pfarrer Groß: “Was hier gelobt und was gemahnt worden ist, das wolle der Verein unter dem Schutze Gottes und der Fürbitte des hl. Josef und des hl. Nikolaus auch allezeit halten. Möge, wie beim Fest der Fahnenweihe, der goldene Sonnenschein der Himmelsgunst und der herzlich frohen Begeisterung über den Verein ausgebreitet bleiben”. Die prächtige Fahne an der von Drechsler Anton Hug gestifteten Fahnenstange wird nach über 100 Jahren auch heute noch bei Festlichkeiten benutzt.

1913 übernahm Vikar Otto Dietz das Amt des Präses und Stadtpfarrer Groß wurde zum Ehrenpräses ernannt. Das gesellschaftliche und kirchliche Leben wurde durch den Ausbruch des 1. Weltkriegs am 1. August 1914 total verändert. Das Vereinsleben kam völlig zum Erliegen, nachdem alle Mitglieder bis auf eines in den Krieg gezogen waren. 11 Mitglieder kehrten nicht mehr zurück.

In den politischen Wirren der Nachkriegszeit normalisierten sich die allgemeinen Verhältnisse nur langsam. Zurückgekehrte Kriegsteilnehmer trafen sich mit einer Anzahl von Lehrlingen am 20.01.1919 zu einem Gespräch über die Wiederaufnahme des Vereinslebens. Schon am 30.01.1919 wurden neun Neumitglieder aufgenommen und ein neuer Vorstand gebildet. Das Präsesamt übernahm wieder Stadtpfarrer Groß, zum Senior wurde Schuhmacher Karl Füchter gewählt. In der Generalversammlung 1919 zählte der Verein 19 aktive und 45 Ehrenmitglieder. Alle Vorstandsmitglieder waren Kriegsteilnehmer und wollten dem Verein lieber als Ehrenmitglieder angehören. So wurde am 6.06.1919 ein neuer Vorstand gewählt. Senior wurde der Mechaniker Josef Kaltenbach, zum Präses wurde Vikar Karl Biehler bestellt.

Die Anmeldung des kath. Gesellenvereins Elzach beim Generalsekretariat in Köln erfolgte zum 1.01.1920. Eine Jugendgruppe, welche die gesamte männliche Jugend umfasste, wurde am 26.01.1920 ins Leben gerufen. Die schon gleich nach der Gründung durch Bücherstiftungen entstandene Vereinsbibliothek wurde durch Fachbücher erweitert und rege benützt. Anfangs 1920 taucht erstmals die “Turnfrage” auf und in der Generalversammlung am 26.01.1920 wird über den “Fußballsport” geredet, wobei festgestellt wird, dass sich “die fraglichen Stellen noch geweigert haben, einen Spielplatz zur Verfügung zu stellen”.

Am 26.07.1922 verläßt der Gründer- und Ehrenpräses Carl Groß seine Pfarrstelle und als neuer Stadtpfarrer kommt Josef Heitz nach Elzach. Mit der Übernahme des Präsesamtes durch Vikar Franz Zwick setzt eine neue Blütezeit im Vereinsleben ein. Bildungsvorträge, Sprachkurse, Theaterspiel, Wanderungen und vieles andere standen auf dem Programm. Eine Statue des hl. Josef mit einer Gedenktafel zu Ehren der gefallenen Mitglieder wurde geschaffen und im Vereislokal angebracht und eingeweiht und die Anschaffung einer Kolpingbüste wurde beschlossen.

Die Gründung einer Sportabteilung am 2. Juli 1923 kann als Anfang des Fußballsports in Elzach betrachtet werden. Schon am 18.06.1920 stellte der Präses Vikar Karl Biehler beim Domäneamt Freiburg den Antrag auf Überlassung eines Sportplatzes auf der Domänematte. Offenbar erfolglos, denn die Sportabteilung des Gesellenvereins trug ab 1923 ihre Spiele aufs Becherers Eck aus. Präses Franz Zwick, der besonders auch wegen der Sportabteilung viele Verhandlungen geführt hatte, übernahm in Brasilien eine Missionsstation und verlies deshalb seine Stelle in Elzach am 24.07.1923. Sein Nachfolger als Präses wurde Vikar Josef Jonitz.

In dieser von Inflation und Wirtschaftskrisen geprägten Zeit kam einem Hauptanliegen des Gesellenvaters Adolph Kolping große Bedeutung zu, durchwandernden fremden Vereinsmitgliedern Obdach und Unterstützung zu gewähren. So erhielten hier über 500 wandernde Gesellen freies Nachtquartier und Verpflegung. Josef Kaltenbach, seit 1919 Senior, bat um Entlassung aus diesem Amt. So wurde in der Generalversammlung im Februar 1927 der Steinmetz Hermann Dilberger zu seinem Nachfolger gewählt. Am 9. Mai 1927 erfolgte die Gründung einer Gesangsabteilung. Diese bestand bis 1971 und hat unzählige kirchliche und weltliche Feierstunden der Gemeinschaft umrahmt.

Die Jugendabteilung erhält 1930 einen Kolpingwimpel. Zu dieser Zeit wird in den Versammlungen viel über den Nationalsozialismus referiert und diskutiert. Religionsvorträge werden erstmals in der Neunlindenkapelle abgehalten. Seit 1931 findet die jährliche Wallfahrt auf den Hörnleberg statt. Am 5.10.1931 wird Päses Hornung von Vikar Albin Bächle abgelöst. Der Schreiner Jupp Mannefeld übernimmt das Amt des Seniors am 24.02.1932 als Nachfolger von Hermann Dilberger. Im Mai 1932 erhält die Gemeinschaft das erste Kolpingbanner. Dieses wurde im Rahmen einer Marienfeier auf Neunlinden geweiht.

Als man sich anschickte, das 25-jährige Jübiläum zu feiern, zählte der Verein 93 aktive und etwa 150 Ehrenmitglieder. Am politischen Horizont zogen schon dunkle Wolken auf, man mußte mit Notstandsverordnungen leben, doch dem feierlichen Verlauf dieses Festes konnte dies alles nichts anhaben. Alle Vereine gingen gemeinsam zum Gottesdienst, an den sich eine Feierstunde auf dem Kirchplatz anschloß. 17 Gesellenvereine und Bannerabordnungen beteiligten sich am Festzug, der am Nachmittag in eine große Festversammlung in der Krone-Ladhof mündete und mit einer Familienfeier wurde der Festtag abgeschlossen.

Zwar stand der kath. Gesellenverein Elzach in dieser Zeit in voller Blüte, doch durch die unruhigen politischen Verhältnisse wurde die Bewegungsfreiheit kirchlicher Organisationen zusehends erschwert. Beim deutschen Gesellentag 1933 in München kam es zu ersten teils handgreiflichen Auseinandersetzungen mit den Machthabern, von denen auch unsere Elzacher Abordnung betroffen war. Am 25.06.1933 beendet der Chronist die Weiterführung des Protokolls “wegen wirrer Zeitverhältnisse und starker Anfeindung”. Am 2. August 1933 wurde die Abteilung “K.W.G. – Kolpings wandernde Gesellen” gegründet. Aus den Reihen dieser sehr aktiven Gruppe kam auf Vorschlag des Schreiners August Wernet die Idee, das Sühnekreuz auf dem Braunhörnle zu erstellen. Von der Idee schritt man zur Tat. Und so konnte am 2. September 1934 im Rahmen der Hörnlebergwallfahrt die kirchliche Weihe dieses Kreuzes durch den Präses Vikar Albin Bächle unter großer Anteilnahme der Bevölkerung vorgenommen werden. “Das Sühnekreuz soll stets ein Mahner sein in guten und schlechten Zeiten”, schreibt der Chronist.

Nach einer Verordnung des Reichssportführers wurde die 1931 ins Leben gerufene Turnabteilung aufgelöst und die Turngeräte an die Stadt zurückgegeben. In dieser schweren Zeit bestimmten die Ideale Adolph Kolpings das Vereinsleben: der gute Christ – der verantwortungsbewusste Familienvater – der tüchtige Meister – der mündige Staatsbürger. Im November 1933 kam Stadtpfarrer Josef Röderer nach Elzach. Wie sein Vorgänger Josef Heitz wurde auch er zum Ehrenpräses ernannt. Der verdienstvolle Präses Vikar Albin Bächle nahm am 3.09.1934 Abschied. Auf ihn folgte Vikar Dr. Hermann Schäufele, später Erzbischof von Freiburg. Die Kolpingsnovene, eine neuntägige Andacht um die Seligsprechung des Gesellenvaters Adolph Kolping, wurde erstmals vom 24.11.-2.12.1934 abgehalten. Diese Gebetswoche wird seither im November vor dem Kolpinggedenktag begangen.

In dieser Zeit wechselten die Präsides oft. Schon am 13. Mai 1935 nahm Dr. Schäufele wieder Abschied von Elzach, Vikar Eugen Sauer wurde sein Nachfolger. Im Amt des Seniors folgte am 24. Mai 1937 der Bäcker Albert Schätzle auf Jupp Mannedeld. Bisher welchselten aktive Mitglieder bei Verheiratung oder bei erreichen einer bestimmten Altersgrenze zu den Ehrenmitgliedern, wodurch eine Aktive Teilnahme am Vereinsgeschehen erlosch oder sich auf ein Minimum beschränkte. Nach Umstrukturierung der kath. Gesellenvereine wurde die Schaffung einer Altkolping-Gruppe möglich. Eine solche wurde am 10. November 1937 gegründet und Jupp Mannefeld zum Altsenior gewählt.

Mit Beginn des 2. Weltkriegs am 1. September 1939 wurde die Tätigkeit der Kolpingsfamilie auf die Kirche und den privaten Bereich beschränkt. Über diese Zeit schreibt der Chronist: “Auch während des Krieges, trotz Einberufung vieler Mitglieder, setzte die Kolpingsfamilie so gut es ging ihre Arbeit fort. Den Machthabern im Städtchen war es schon lange ein Dorn im Auge, dass die Kolpingsfamilie unter ihrem eifrigen Präses, Vikar Biesing, immer noch ihre Tätigkeit entfaltete und so mussste eben ein Grund gefunden werden, um dem Präses und damit auch dem Verein etwas vorzuwerfen. Am 22. August 1940 erschien die Geheime Staatspolizei im Pfarrhaus, löste die Kolpingsfamilie auf und beschlagnahmte sämtliches Vereinseigentum. Der Präses, Vikar Biesing, kam in Schutzhaft.

Nach seiner Entlassung musste er Elzach verlassen und kehrte wieder in seine Heimatdiözese Köln zurück. Die Vereinsfahne, das Kolpingbanner, Noten der Gesangsabteilung, sowie einige andere Sachen, die rechtzeitig in die Kirche gebracht oder sonst versteckt wurden, konnten dem Zugriff der Gestapo entzogen werden und wurden gerettet. Durch die Auflösung der Kolpingsfamilie, die lange Jahre eine segensreiche Tätigkeit im Städtchen und in der Pfarrei ausgeübt hatte, war der Verein nach aussen hin zwar erloschen, aber die Idee Adolph Kolpings lebte in der Herzen ihrer Mitglieder weiter, sei es an den Fronten oder in der Heimat. Einige zu Hause verbliebene Mitglieder, sowie Vikar Biesing hielten mit den im Felde stehenden Kolpingsbrüdern trotz Verbot, so gut es eben ging, die Verbindung aufrecht, was als ganz besonders lobenswert anerkannt wurde. Siebzehn Mitglieder der Kolpingsfamilie Elzach kehrten aus diesem vernichtenden Krieg nicht mehr in die Heimat zurück.

Nach Ende des Krieges musste neu angefangen werden. Heimgekehrte Mitglieder baten den Stadtpfarrer Josef Röderer, die Kolpingsfamilie wieder ins Leben zu rufen. Im Juni 1945 wurde Vikar Ernst Löhle Präses und Nikolaus Allgaier stellvertretender Senior. Ende Februar 1946 wurde ein neuer Vorstand gebildet, Josef Becherer von Prechtal-Ladhof wurde Senior und auch die Gesangsabteilung entstand wieder und wurde von Max Weber geleitet. Am 1. Mai 1946 fand die Wallfahrt auf den Hörnleberg und zum Sühnekreuz auf dem Braunhörnle statt und am 6. Mai 1945 versammelte sich die Kolpingsfamilie zur Maiandacht in der Neunlindenkapelle. Am 31.05.1946 beschloss der Vorstand die Gliederung in die 3 Gruppen Jungkolping, Kolping und Altkolping.

Nach seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft übernahm Jupp Mannefeld am 9.03.1947 wieder das Amt des Altseniors und am 17.03.1947 wurde der Stadtrechner Willi Ruh Nachfolger von Senior Josef Becherer. An Dreikönig 1947 wurde erstmals nach dem Krieg wieder eine Weihnachtsfeier mit Theaterspiel abgehalten. Für reges Leben in der Kolpingsfamilie sorgte Vikar Adalbert Schnatterer, der am 12. Januar 1947 Präses wurde. Als in Verbindung mit der Weihnachtsfeier 1948, die im Saal des Bürgerhof stattfand, das 40-jährige Jubiläum der Kolpingsfamilie Elzach begangen wurde, zählte die Gruppe Jungkolping 24, Kolping 32 und Altkolping 33 Mitglieder.

1948 – Der Vogt auf Mühlstein

Ein Meilenstein im Bereich des Laienspiels war die Aufführung des Bühnenstücks “Der Vogt auf Mühlstein” im Herbst 1948. Der Riesenerfolg gab dem ganzen Vereinsleben gewaltigen Auftrieb. Der Weggang von Vikar Adalbert Schnatterer am 28.04.1949 wurde allgemein bedauert, doch erhielt die Kolpingsfamilie mit Vikar Stephan Küchler wiederum einen tatkräftigen Präses. Am 29.09.1949 wurde der kaufmännische Angestellte Fritz Ringwald zum Senior gewählt. Unter der neuen Leitung von Richard Wisser umrahmte die Gesangsabteilung den Kolpinggedenktag 1949. Neben zahlreichen weiteren öffentlichen Veranstaltungen war die Aufführung des historischen Spiels “Der Glockenguss zu Breslau” erneut ein Höhepunkt im Vereinsleben.

Der Sparkassenangestellte Josef Weber wurde am 20.07.1953 als Senior Nachfolger von Fritz Ringwald. Kulturelle Arbeit wurde unter anderem mit der Veranstaltung eines Doppelkonzertes des Streichorchesters der Kolpingsfamilie Kollnau und der Gesangsabteilung unserer Kolpingsfamilie sowie einer Buchausstellung geleistet. Seit August 1951 war Vikar Ludwig Bauer Präses. Dieser wurde am 24.04.1954 verabschiedet. Seine Nachfolge trat Vikar Günter Ludwig Hauck an. Das von einem Altkolpingmitglied gestiftete neue Banner konnte am 10.06.1954 geweiht werden. Am 20.08.1954 war Weihbischof Dr. Hermann Schäufele zu Besuch in Elzach. Die Gesangsabteilung erfreute den hohen Gast und ehemaligen Präses mit einigen Heimatliedern. Herbert Dilberger löste am 5.11.1956 Josef Weber als Senior ab und Vikar Emil Dienst übernahm ein Jahr später das Präsesamt von Günter Ludwig Hauck. Auf ihn folgte Präses Paul Wik, der sowohl als Vikar von 1958-1960 als auch 16 Jahre später als Stadtpfarrer von Elzach dieses Amt inne hatte.

Das 50-jährige Jubiläum wurde mit einem Jahr Verspätung gefeiert. Grund für diese Verschiebung war der Umbau der Pfarrkirche St. Nikolaus, der 1957 in vollem Gange war. Ein großes Fest ist es geworden. Für viele in bleibender Erinnerung. Mit einem Festzug vom Ladhof zur Turnhalle, mit einer Ausstellung des Handwerks und der Industrie im Josefshaus, im Beisein von Erzbischof Dr. Hermann Schäufele, mit Illumination der Neunlindenkapelle und vielem anderen. Und natürlich mit einem Festgottedienst, an dem neben zahlreichen Kolpingsfamilien auch die Elzacher und Prechtäler Vereine teilnahmen.

Nach dem Tod des Ehrenpräses, Stadtpfarrer Geistl. Rat Josef Röderer am 16.12.1959, verwaltete Präses Paul Wik die Pfarrei. Kurz vor seiner Abberufung unternahm er mit mehreren Mitgliedern im März 1960 eine Wallfahrt zum Grab Adolph Kolpings in der Minoritenkirche zu Köln. Der neue Stadtpfarrer Hans Hauck übernahm am 30.04.1960 das Präsesamt. Die Wahl von Buchbindermeister Reinhard Hartmann zum Senior erfolgte in der Generalversammlung vom 12.03.1962. Stadtrechner Willi Ruh löste am 22.03.1965 Jupp Mannefeld als Altsenior ab. Durch die Übernahme von praktischen oder organisatorischen Aufgaben waren die Mitglieder der Kolpingsfamilie eine tragende Säule im Leben der Pfarrgemeinde. Mit ihren Unterhaltungsabenden leistete sie einen Beitrag für den Fremdenverkehr und immer wieder wurden die Anlagen bei der Neunlindenkapelle in Ordnung gebracht.

Nachdem im Juni 1966 Monsignore Hans Hauck die Leitung des Heimes für Behinderte St. Josef in Herten übernahm, wurde Wilhelm Kaltenbach Stadtpfarrer. Er war bisher schon Präses anderer Kolpingsfamilien und übernahm dieses Amt auch in Elzach. Am 20.03.1967 wurde der kaufm. Angestellte Herbert Hartmann zum Senior gewählt.

Das 60-jährige Jubiläum wurde am 12. November 1967 begangen. Ein feierliches Hochamt und ein Festabend boten einen würdigen Rahmen. Erzbischof Dr. Hermann Schäufele schrieb in seinem Gruß: “Der Kolpingsfamilie Elzach weiß ich mich an ihrem 60. Geburtstag besonders nahe. Gern denke ich an die nur kurze Zeit zurück, da ich ihr als Präses vorstand und soviel Liebe und Treue zur Kirche erfahren durfte. In dieser Stunde der Rückschau erinnere ich an das Fundament der Gründung von Adolph Kolping, an die Einheit von Religion und Leben. Ich weise hin auf das Ziel, das sich der Gesellenvater stellte; es ist der lebens- und berufstüchtige, wie der charakterlich gereifte, durch und durch katholische Mensch. Wo immer eine Kolpingsfamilie an diesem vorgezeichneten Weg festhält, werden die christliche Familie und der sittlich gewertete Stand und Beruf sich segensvoll für das Gemeinschaftsleben auswirken. So wünsche ich der Kolpingsfamilie Elzach, dass sie immer mehr werde Kirche in der Welt von heute”.

Das Amt des Seniors ging im März 1970 auf den Steuersekretär Heribert Becherer über, dem im März 1971 der Maler Manfred Weber folgte. Zur gleichen Zeit wurde der Fernmeldesekretär Franz Schmieder zum Altsenior gewählt. Richard Wisser musste, gesundheitlich bedingt, 1970 die Leitung der seit 1949 von ihm dirigierten Gesangsabteilung abgeben. In Reallehrer Joachim Nopper und Hauptlehrer Emil Schmidt wurden für einige Zeit Dirigenten gefunden. Das für eine erfolgreiche Probenarbeit erforderliche Interesse war jedoch in der Folgezeit so geschwunden, dass die Gesangsabteilung im September 1971 aufgegeben wurde.

Die Selbstverständlichkeit, dass Jung und Alt, Frauen und Männer, ganze Familien der Kolpingsfamilie als Mitglieder angehören, musste sich aus den jeweiligen gesellschaftlichen Gegebenheiten heraus entwickeln. Erst waren es die Handwerksgesellen, die angesprochen wurden, dann kamen die anderen Berufsstände hinzu, die älter gewordenen wurden ebenso eingegliedert wie die Jugendlichen und 1969 wurde Frauen die Mitgliedschaft ermöglicht. Im März 1973 entstand bei uns die erste gemischte Jungkolping-Gruppe.

Das Theaterspiel war in unserer Kolpingsfamilie seit Gründung nicht wegzudenken. Insbesondere bei den jährlichen Weihnachtsfeiern, aber auch bei sonstigen Anlässen wurden Spiele aufgeführt. Von 1932 an führte Georg Weber Regie bis er diese Aufgabe 1974 auf Helmut Pfaff übertrug.

Nach Übernahme der neuen Satzung wurde erstmals ein Vorsitzender mit der Gesamtleitung der Kolpingsfamilie betraut. So wurde am 25. März 1974 der Kaufmann Karl Uhl zum 1. Vorsitzenden gewählt. Nachfolger von Manfred Weber als Senior wurde der Verwaltungsangestellte Konrad Eble. Ihr 700-jähriges Bestehen konnte im Jahre 1975 die Pfarrgeneinde St. Nikolaus in Elzach feiern. Präses Wilhelm Kaltenbach musste Anfang 1976 aus gesundheitlichen Gründen auf die Leitung der Pfarrei als Stadtpfarrer verzichten. Neuer Seelsorger wurde der frühere Vikar Paul Wik, der nun als Stadtpfarrer erneut auch das Präsesamt übernahm. In die Zeit seines Wirkens fallen einige recht bedeutsame Geschehnisse in und mit der Kolpingsfamilie. Das 1963/64 von der kath. Pfarrgemeinde Elzach auf der Prechtäler Schanze errichtete “Bruder-Klaus-Heim” war reparatur- und renovierungsbedürftig geworden und die Verwaltung und Betreuung mußte neu geregelt werden. Pfarrer Wik sah nach umfangreichen Erkundungen in der Übernahme dieser gewiss nicht geringen Aufgaben durch die Kolpingsfamilie die einzige Möglichkeit, der Pfarrgemeinde dieses “Klausenheim” zu erhalten.

Als die Stadt Elzach sich mit der Vorbereitung zur Feier ihres 800-jährigen Jubiläums im Jahr 1978 befasste, waren alle Vereine zur Mitwirkung am ersten Elzacher Stadtfest aufgerufen. Auch unsere Kolpingsfamilie war mit dabei. Eine große Anzahl Mitglieder zog im gemeinsamen Kirchgang der Vereine mit Banner und Fahne vom Ladhof aus zum Festgottesdienst am Sonntag, 6.08.1978 in die Pfarrkirche ein und am ersten Elzacher Stadtfest vom 12. und 13. 09.1978 beteiligte sie sich mit einem Stand auf dem Kirchplatz, in dem das Zunftwesen der Handwerker hervorgehoben wurde. Das eigentliche Festgeschenk unserer Gemeinschaft an die Jubiläum feiernde Stadt bestand jedoch in der Ausrichtung einer Ausstellung des Elzacher Handwerks und der Industrie. Was vom 26.08.-3.09.1978 in Turnhalle, Pausenhalle und auf dem Schulgelände dargeboten wurde, übertraf alle Erwartungen. “Einer übertraf an Arbeit den Anderen und jeder sich selbst”, schreibt der Chronist.

“Wer Mut zeigt, macht Mut”. Dieses Zitat Adolph Kolpings diente als Überschrift über die Feier des 75-jährigen Jubiläums unserer Kolpingsfamilie. Im Rahmen einer Festwoche vom 2.-11. Juli 1982 wurde dieser Anlass mit einer ganzen Anzahl von Einzelveranstaltungen begangen und als Dokumentation des bisherigen Vereinsgeschehens wurde eine Festschrift herausgegeben. Das Festbankett mit Weihbischof Dr. Paul Wehrle als Festredner war übrigens die erste größere Feierlichkeit im noch ganz neuen “Haus des Gastes”.

Seit eh und jeh kümmert sich die Kolpingsfamilie um die Anlagen rund um die Neunlindenkapelle. Als man auf den erbärmlichen Zustand des “Ölberg”, der Krypta dieser Kapelle aufmerksam machte, wurde festgestellt, dass eine Instandsetzung zwar dringend notwendig ist, hierfür jedoch keine Mittel vorhanden sind. Auch von übergeordneten Stellen, die sich für den Erhalt von Denkmälern einsetzen, konnte nichts erwartet werden. Erhaltungswürdig ist dieser “Ölberg” schon, jedoch nicht förderungswürdig, war zu hören. So wurde von Seiten unserer Kolpingsfamilie Hand angelegt und der wiederhergestellte und damit für Pfarrgemeinde und Besucher erhaltene Andachtsraum konnte am 10. Juli 1986 durch Dekan Paul Wik gesegnet und wieder zugänglich gemacht werden.

 

Der Großhandelskaufmann Hans-Dieter Preißner wurde am 28.03.1977 zum Senior gewählt. 252 Mitglieder in den drei Gruppen Kolping, Altkolping und Jungkolping sowie 32 Förderer gehörten im Jubiläumsjahr 1982 der Kolpingsfamilie Elzach an. Zum 2. Elzacher Stadtfest konnte man den bis heute (2006) benutzten Platz in der Schmiedgasse beziehen. Die zum Stadtjubiläum entworfenen Ideen wurden erneut verwirklicht. So entstand unter Leitung von Ernst Dilberger das “Kolping-Stüble” mit den auch in den Folgejahren charakteristischen Spitzgiebeln.

Reinhard Pfaff übernahm am 21.03.1983 das Amt des Seniors. Präses Dekan Paul Wik konnte am 22.05.1983 sein silbernes Priesterjubiläum feiern. Nach dem Festgottesdienst wurde auf dem Schulhof das erste Pfarrfest veranstaltet, bei dem unsere Kolpingsfamilie für die Bewirtung des Festplatzes sorgte. In der Generalversammlung vom 10.03.1986 im Gasthaus “Ochsen” wurde Roland Griesbaum zum Senior gewählt. Am 27.04.1987 wurde die Generalversammlung zum ersten Mal im neuerbauten Pfarrzentrum St. Nikolaus abgehalten. Dekan Paul Wik erklärte, dass er, gesundheitlich bedingt, sein Amt als Stadtpfarrer und Präses unserer Kolpingsfamilie aufgeben müsse. Sein Nachfolger als Stadtpfarrer wurde im Herbst 1987 Fridolin Matt, als neuer Vikar kam Werner Eisele, der auch Präses unserer Kolpingsfamilie wurde.

Dazwischen wurde im Rahmen eines Jugendgottesdienstes auf dem Goldenen Kopf durch Vikar Bernhard Herbstritt eine von Jugendlichen unserer Kolpingsfamilie gestaltete und hergestellte Fahne gesegnet. Am 2.11.1987 fand im Anschluss an die Abendmesse für die Verstorbenen eine Rosenkranzandacht statt. Mit den beiden Geistlichen Stadtpfarrer Fridolin Matt und Vikar Werner Eisele wurde vereinbart, diese monatlich jeweils am ersten Montag abzuhalten. In der Generalversammlung vom 21.03.1988 übernahm Herbert Hartmann das Amt des Vorsitzenden. Am 6.03.1989 wurde Roland Griesbaum als Senior gemeinsam durch Michael Beha und Silke Lienemann abgelöst.

1990 wurde Vikar Bernd Brauch Präses. Im Gottesdienst zum Kolpinggedenktagtag am 2.12.1990 fand eine Bannerweihe statt. Vom 24.10.-29.10.1991 machte unsere Kolpingsfamilie, geleitet von Romano Christen, damals Diakon in Elzach, eine Reise nach Rom um an der Seligsprechung Adolph Kolpings teilzunehmen. Vikar Michael Dafferner wurde 1991 Präses. Das Seniorenamt übernahm am 6.04.1992 Catrin Dufner. Roland Griesbaum wurde am 7.03.1994 zum Vorsitzenden gewählt. Auf Michael Dafferner folgte 1994 Vikar Stefan Schaaf als Präses.

Ab 1995 entfielen aufgrund einer Satzungsvorgabe die Posten Senior und Altsenior. Stattdessen galt es, das Amt eines stellvertretenden Vorsitzenden einzuführen. Dies wurde in der Generalversammlung am 26.04.1996 mit der Wahl von Reinhard Volk verwirklicht. Am 1.09.1995 wurde als Arbeitsgemeinschaft die Sport-AG gegründet. Als Großaktion organisierte diese 1999 ein Sport-Event im Bad. Auch für die immer wieder anfallenden Erhaltungsarbeiten im Ölberg auf Neunlinden setzte sich diese Gruppe ein.

 

Am 29.06.1996 fand erstmals auf dem Kirchplatz ein großer Flohmarkt statt. Mit dem Erlös wurde das Altenheim Welezo auf Sansibar unterstützt. Um weitere soziale Projekte fördern zu können, wurden in den Folgejahren regelmäßig solche Flohmärkte veranstaltet, die insbesondere gezielten Hilfsvorhaben der weltweiten Sozial- und Entwicklungshilfe des Internationalen Kolpingwerkes zugute kamen. Ergänzt wurden diese allgemeinen Flohmärkte durch spezielle Flohmärkte von Kindern für Kinder.

1996 kam Vikar Thomas Braunstein nach Elzach und übernahm das Präsesamt. Im Gottesdienst am 23.11.1997 wurde des 90-jährigen Bestehens unserer Kolpingsfamilie gedacht. Vikar Joachim Giesler wurde 1999 Präses. In der Generalversammlung am 10.04.2000 wurden Roland Griesbaum und Reinhard Volk gemeinsam zum Vorsitzenden und Frank Gehring zum stellvertretenden oder 2. Vorsitzenden gewählt. Die Fahrt zum Kolpingtag nach Köln vom 29.09.-1.10. war ein herausragendes Ereignis im Jahr 2000. Auch das Internet-Zeitalter hat Einzug gehalten. Unter www.kolping-elzach.de kann seit dem Sommer 2000 unsere Kolpingsfamilie besucht werden.

Die Weihnachtsfeier fand am 30.12.2000 erstmals im Konradsaal des Pfarrzentrums statt. 2002 ging ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung: Elzach erhielt eine Kolpingstraße. Am 2.07. fand die Einweihung durch Präses Joachim Giesler und die Eröffnung durch Bürgermeister Michael Heitz statt. Nach dem Weggang von Pfarrer Fridolin Matt kam Pfarrer Hans-Jürgen Decker nach Elzach. Ihm wurden ausser der Pfarrei St. Nikolaus, Elzach auch die Pfarreien Maria Krönung, Oberprechtal, St. Wendelin, Yach und St. Mansuetus, Oberbiederbach zugewiesen. Im Zuge der Neustrukturierung wurde ihm auch die Leitung der Seelsorgeeinheit Oberes Elztal übertragen. Diese umfasst neben den erwähnten Pfarreien noch die Pfarreien St. Stefan, Oberwinden mit dem Hörnleberg, St. Leonhard, Niederwinden und St. Barbara, Oberspitzenbach. Seit 2002 ist Pfarrer Hans-Jürgen Decker auch Präses unserer Kolpingsfamilie.

Mit der Inbetriebnahme des Kolping-Infomobils am 1.05.2004 wurde eine Idee der Sport-AG verwirklicht. Seit der Hauptversammlung 2006 teilen sich Frank Gehring und Roland Griesbaum das Amt des 1. Vorsitzenden und Bernadette Becherer wurde als 2. Vorsitzende deren Stellvertreterin.
Zum Jahresbeginn 2007 wurde der 100. Geburtstag unserer Kolpingsfamilie eindrücklich ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt. Unübersehbar kündete seit der Silvesternacht vom Hang bei Neunlinden herunter ein 18 Meter breites, nachts beleuchtetes Schriftband: “100 Jahre Kolping Elzach”. Gefeiert wurde dieser Anlass mit einer Festwoche vom 16.-24. Juni 2007. Am Anfang stand eine Andacht in der Friedhofskapelle zum Gedenken an die Verstorbenen. Die Wallfahrt auf den Hörnleberg und zum Braunhörnle waren ebenfalls Bestandteil des Festprogramms. Ein im Schulhof aufgeschütteter Sandplatz schuf Strandatmosphäre und ermöglichte Beachsoccer-Turniere für Schulen und Vereine an der “Kolping-Coast”. Im Kreativwettbewerb entwickelten Handwerker äußerst interessante Ideen zum Festlogo “Kolping zeigt Profil”. Open Air Konzert, Open Air Kino und Open Air Zeitreise gruppierten sich um den Festabend, an dem Pater Meinrad Dufner die Festrede hielt. Der zweite Festsonntag war dem feierlichen Festgottesdienst mit der Festpredigt von Präses Pfarrer Hans-Jürgen Decker vorbehalten.

 

Im November 2007 fand in Köln ein Engagiertentreffen aller Kolpingsfamilien aus Deutschland statt. Der 2004 angeschaffte Promotionsanhänger war in der Zwischenzeit durch unterschiedliche Einsätze aufgefallen. So wurde unsere Kolpingsfamilie zu diesem bundesweiten Treffen “egat2007” eingeladen und aufgefordert, dieses “Infomobil” und das damit verbundene Konzept, das in erster Linie wirksame Öffentlichkeitsarbeit beinhaltet, zu präsentieren.

Die in den letzten Jahren vorgenommene Konzentration von Pfarreien zu Seelsorgeeinheiten führte zu einer umfassenden Neuordnung der Dekanate in unserer Erzdiözese. Zum Dekan des neugeschaffenen Dekanats Endingen-Waldkirch mit Sitz in Emmendingen wurde unser Präses Pfarrer Hans-Jürgen Decker gewählt. Er trat diesen Dienst mit Wirkung zum 1. Januar 2008 an und wurde am 11.01.2008 in feierlichem Gottesdienst in St. Bonifatius in Emmendingen in sein neues Amt eingeführt.

Mit “Montags>Kolping” werden seit Beginn des Jahres 2008 Mitglieder und Interessenten zum regelmäßigen “TREFFPUNKT KOLPING” eingeladen. Der jeweils 1. Montag im Monat ist dem Thema “Kirche und Glaube” gewidmet, am 2. Montag ist “Spiel und Spass” an der Reihe, der 3. Montag ist “für die Frauen” und am 4. Montag ist Raum für “allgemeine Themen und Information”. Die seit dem Jahr 2000 praktizierte “Doppelspitze” wurde 2009 mit der Wahl von Frank Gehring zum 1. Vorsitzenden wieder aufgegeben.

Bei der Vorstandswahl in der Generalversammlung im März 2012 wurden der 1. Vorsitzende Frank Gehring und die 2. Vorsitzende Bernadette Becherer für weitere 3 Jahre bestätigt. Neu eingerichtet wurde die Position eines geistlichen Leiters. Gewählt und in dieses Amt eingeführt wurde Herbert Hartmann. Neben dem Präses, seit 2002 in Person von Dekan Hans-Jürgen Decker, soll der Geistliche Leiter sich insbesondere den religiösen und kirchlichen Belangen in der Kolpingsfamilie zuwenden.

Am 20.07.2013 wurde der neu errichtete Adolph-Kolping-Weg in Elzach mit einer Wanderung und sich daran anschließender Feier an der 2. Station, dem „Platz der Blicke“ oben im Stadtwäldele eröffnet. Der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Elzach, Frank Gehring, rollte den Werdegang vom ersten Gedanken bei der 100-Jahr-Feier unserer Kolpingsfamilie im Jahre 2007 bis zur Fertigstellung am heutigen Tag auf und sprach allen Beteiligten bei Planung und Durchführung einen großen Dank aus. Präses Dekan Hans-Jürgen Decker nahm mit der Erteilung des Segens die Einweihung vor. Zuvor wurde das von Holzbildhauermeister Konrad Wernet geschaffene Relief enthüllt. Unter dem Thema: Faszination der Blicke bietet dieser Adolph-Kolping-Weg an 4 Stationen Gelegenheit zum Ausblick in eine faszinierende Umgebung und zum besinnlichen Innehalten.

In der Generalversammlung am 23.01.2015 standen Vorstandswahlen an. Frank Gehring wurde als 1. Vorsitzender und Herbert Hartmann als geistlicher Leiter in ihren jeweiligen Ämtern bestätigt sowie Markus Hartmann als 2. Vorsitzender gewählt. Präses ist nach wie vor Dekan Hans-Jürgen Decker. Die Satzung der Kolpingsfamilie war von übergeordneter Seite überarbeitet und neu gefasst worden. In der Hauptversammlung stand diese zur Abstimmmung an und wurde einstimmig angenommen.

Ein neues Sühnekreuz auf dem Braunhörnle. Das Kreuz steht! Nach den Jahren 1934 und 1969 reiht sich nun die Neuerrichtung des Sühnekreuzes im Jahr 2015 in die Reihe der historischen Ereignisse ein. Drei Samstage und viele helfende Hände waren von Nöten, um das alte Sühnekreuz auf dem Braunhörnle abzubauen und das neue wieder zu errichten und am Samstag, 16. Mai 2015 in festlichem Rahmen einzuweihen. Neben dem Kreuz wurden auch die Sitzgelegenheiten rund herum erneuert. Als eine große, unverzichtbare Hilfe erwies sich dabei das Forum „Bauen und Wohnen“, ohne dessen fachmännische Unterstützung die Neuerrichtung wohl nicht hätte durchgeführt werden können.

Viele Unterstützer, Freunde und Mitglieder der Kolpingsfamilie Elzach wollten sich dieses bedeutungsvolle Ereignis nicht entgehen lassen. Zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Fahrdienst der Kolpingsfamilie Elzach – viele Menschen kamen um dabei zu sein. Im Rahmen eines feierlichen Berggottesdienstes mit Präses Dekan Decker erfolgte die Segnung. Passend musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst durch die drei Alphornbläser Wilhelm und Felix Kaltenbach und Nikolaus Dufner sowie die Musiker Markus Hartmann und Brian Moser von der Kolpingsfamilie. Bei schönstem Wetter und Panoramablick über das Elztal wurde dann bis in die Abendstunden auf dem Braunhörnle gefeiert.

Neu geschaffen wurde in der Generalversammlung am 26.02.2016 das Amt einer Beauftragten für Integrations- und Flüchtlingsarbeit, für welches Angelika Gäßler einstimmig als Beisitzer in den Vorstand gewählt wurde. In der Jahreshauptversammlung am 12.01.2018 wurde ein Leitungsteam gewählt. Dieses besteht aus den beiden Vorsitzenden Markus Hartmann und Axel Moser sowie deren Stellvertreter Michael Hartmann. Präses ist kraft Amtes weiterhin Dekan Hans-Jürgen Decker. Der Posten des Geistlichen Leiters entfällt, da Herbert Hartmann nicht mehr dem Vorstand angehört. In der Generalversammlung vom 11.01.2019 wurde von Jessica Burger die Aktion „Kolping family“ ins Leben gerufen. An fünf Terminen im Jahr wird ein abwechslungsreiches und vielfältiges Programm für junge Familien angeboten.