Unter diesem Thema fand am letzten Dienstag, 25.03.2025, ein Vortrag am Feuerwehrmagazin in Donzdorf statt.
Matthias Fritz begrüßte die fast 50 Teilnehmer, darunter auch die Erzieherinnen der beiden katholischen Kindergärten in Donzdorf, welche in diesem Rahmen ihre jährlich verpflichtende Feuerlöschübung abhielten. Zuerst erklärte er uns den Unterschied der verschiedenen Feuerlöscher Für den Privathaushalt bieten sich im Wesentlichen zwei Alternativen an: Pulver- und Schaum-Feuerlöscher. Das Löschmittel der ABC-Pulverlöscher ist ein feines Salzgemisch, dass sich für Brände fester (A), flüssiger (B) und gasförmiger (C) Stoffe eignet. Pulverfeuerlöscher sind in der Anschaffung meist günstig, können aber beträchtliche Schäden nach sich ziehen. Wenn das Gerät eingesetzt wird, verteilt sich sein Pulver im ganzen Raum, dringt in kleinste Zwischenräume ein und lässt sich nur schwer wieder entfernen. Aus diesem Grunde eignen sich Pulverlöscher eher für die Garage, den Keller oder den Hobbyraum. Die empfohlene Füllmenge beträgt 6 bis 12 kg.
Anders sieht es bei den etwas teureren Schaumlöschern aus. Ihre Löschwirkung besteht darin, den Brandherd zu ersticken und zu kühlen. Ihr Löschmittel – eine Schaumlösung, die einen leichten Film bildet – ist für die Brandklasse A und B ausgelegt. Sie sind daher zur Brandbekämpfung von brennbaren Flüssigkeiten und festen Stoffen wie Holz, Papier oder Textilien geeignet. Durch den Schaum werden die Flammen schlagartig gelöscht – ohne größere Verunreinigungen. Schaumlöscher mit einer Füllmenge von 6 bis 12 Litern sind daher vor allem für die Wohnung zu empfehlen.
Eine Ausnahme bildet die Küche. Sollte es in einer Pfanne oder Fritteuse zu einem Fettbrand kommen, darf dieser niemals mit Wasser gelöscht werden, da sich dieses sonst schlagartig in Dampf verwandelt und es zu einer gewaltigen Fettexplosion kommt! Entweder mit einem Deckel die Flammen ersticken oder mit einem Fettbrand-Feuerlöscher (Brandklasse F) löschen. CO2 Feuerlöscher werden vor allem zur Absicherung elektrischer Anlagen z. B. in Serverräumen und im Computerbereich eingesetzt, denn auch feste Stoffe können aufgrund der erstickenden Wirkung des Gases zumindest dem Grunde nach mit einem CO2-Feuerlöscher bekämpft werden.
Alle Geräte sollten im Zwei-Jahres-Rhythmus sachkundig geprüft werden, da die Lösch- und Treibmittel im Laufe der Zeit in ihrer Wirkung nachlassen können.
Matthias erklärte uns auch das schon drei Minuten in einem verrauchten Raum tödlich sind. Sollten wir uns einmal in solch einer Situation befinden, am besten in gebückter Haltung den Raum verlassen, da am Boden die Belastung der Luft geringer ist als weiter oben.
Im Anschluss an die Theorie durfte jeder der wollte an der eigens für diese Veranstaltung ausgeliehene Brandstation mit einem mit Wasser gefüllten Feuerlöscher das Feuer löschen.
Unser Dank geht an Matthias Fritz und Stefanie Kling für das Vorbereiten und die Durchführung dieses interessanten Vortrags, sowie der Flughafenfeuerwehr Stuttgart für das Ausleihen des Equipments.