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Kolpingsfamilie

Darmstadt-Arheilgen

Portrait Adolf Kolping
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Die Reisenden der Kolpingsfamilie Darmstadt-Arheilgen vor den Ausgrabungen in Korinth (Foto: Markus Diesner)

Kolpingsfamilie Darmstadt-Arheilgen unterwegs auf den Spuren von Apostel Paulus

veröffentlicht am

Nach einer kurzen Andacht in der Pfarrkirche Heilig Geist, einer gemeinsamen Busfahrt zum Flughafen Frankfurt und einem gut zweistündigen Flug nach Thessaloniki in Griechenland begann am 08.04.2025 das Abenteuer für rund 20 Mitglieder und Freunde der Kolpingsfamilie Darmstadt-Arheilgen – eine 10-tägige Reise auf den Spuren von Apostel Paulus. Reiseleiterin Fani und Busfahrer Spiros sorgten von Anfang an für eine unterhaltsame und vor allem spannende Zeit. Die Pilgerreise begann in Kavala, das in der Apostelgeschichte noch unter dem Namen Neopolis bekannt ist. Von dort aus besuchten die Teilnehmenden Philippi, wo Paulus seine erste Predigt auf europäischem Boden gehalten hat, und die Taufstätte der heiligen Lydia (siehe Apostelgeschichte 16,14). Dort wo heute eine beeindruckende Kapelle steht, die unter anderem den Weg von Apostel Paulus durch das heutige Griechenland aufzeigt, wurden damals auch die ersten europäischen Christen getauft.

Die nächste größere Station war die Hafenstadt Thessaloniki, die ebenfalls explizit in der Apostelgeschichte erwähnt wird. Außerdem schreibt Apostel Paulus im Anschluss an seine Reise der dort ansässigen christlichen Gemeinde zwei Briefe, die man im neuen Testament nachlesen kann. Zahlreiche Kirchen zeugen von den frühchristlichen Versammlungen, aber auch klassische Sehenswürdigkeiten standen auf dem Programm der Stadtführung – darunter der als Wahrzeichen der Stadt bekannte Weiße Turm und das gigantische Reiterdenkmal, das Alexander den Großen zeigt.

Begleitet von biblischen Texten fuhr der Pilgertross weiter in Richtung Kalambaka am Fuße der Meteora-Klöster. Unterwegs besuchte man noch zwei sehr gut erhaltene Königsgräber samt deren Museen. Auf den Meteora-Felsen existieren noch heute mehrere Klöster der griechisch-orthodoxen Kirche, die im 12. bis 14. Jahrhundert nach Christus erbaut wurden. Man kann sich heute kaum vorstellen, wie diese überwältigenden Gebäude zu der damaligen Zeit überhaupt entstehen konnten – schließlich ragen die Felsen, auf deren Spitzen die Klöster errichtet wurden, mehrere hundert Meter empor. Nicht zuletzt deshalb spricht man auch von den schwebenden Klöstern.

Auch wenn es wenig mit Apostel Paulus zu tun hat, darf das Orakel von Delphi auf einer Reise durch Griechenland nicht fehlen. Und so besuchte auch die Kolpingsfamilie den antiken Tempel samt archäologischen Museum. Einmal mehr wurde den Teilnehmenden bewusst, wie gut die damaligen Kunstwerke auch heute noch erhalten sind.

Letzte Station der Pilgerreise war ein Hotel im Ferienort Vrachati, das in der unmittelbaren Nähe von Korinth gelegen ist. Auch hier machte Apostel Paulus halt und gründete eine aktive christliche Gemeinde. Zwei Briefe an diese Gemeinde zeugen im neuen Testament von den frühchristlichen Entwicklungen. Neben den Ausgrabungen frühchristlicher Kirchen machte man auch am Kanal von Korinth halt, der das Ionische Meer mit der Ägäis verbindet. Von einer Brücke aus konnten die Reisenden in rund 80 Metern Tiefe Schiffe beim Durchqueren des Kanals beobachten.

Ist man dann schon so nah der heutigen Hauptstadt Griechenlands, darf natürlich auch ein Besuch der weltbekannten Akropolis von Athen nicht fehlen. Auch wenn die antiken Bauten viele Untaten erdulden mussten, so ist es dennoch absolut beeindruckend, zu sehen, welche Wunder die damaligen Bauherren vollbracht haben.

Berthold Wurzel, Kassenwart der Kolpingsfamilie, fasst die Reise zusammen: „Wir konnten die Geschichten aus dem neuen Testament quasi live nacherleben. Dies haben wir nicht zuletzt unserer grandiosen Reiseführerin Fani zu verdanken. Außerdem hat uns unser Busfahrer Spiros über 1850 km sicher durch Griechenland gefahren.“ Birgit Wurzel, Schriftführerin, ergänzt: „Das war bereits die sechste Pilgerreise der Kolpingsfamilie und wieder einmal hat uns das Team von Tobit-Reisen aus Limburg mit einer tollen Organisation und einem überwältigenden Programm begeistert – vielen Dank dafür!“ Berthold und Birgit Wurzel hatten die Pilgerreise initiiert und überlegen bereits, wohin es beim nächsten Mal gehen könnte.

Reiseleiterin Fani erklärt die Bedeutung der wundervollen Ikonen in einer griechisch-orthodoxen Kirche und Pilgerstätte in Thessaloniki. (Foto: Markus Diesner)

Reiseleiterin Fani erklärt die Bedeutung der wundervollen Ikonen in einer griechisch-orthodoxen Kirche und Pilgerstätte in Thessaloniki. (Foto: Markus Diesner)