Kochteams treffen sich am Kuchenbüfett wieder
Rund neun Mal hat Hannelore Körkemeier das Clarholzer Kolping- Zeltlager begleitet. Als Kochfrau gehörte sie zum Team, das täglich Mahlzeiten wie in einer Großküche zubereitete. Vor 40 Jahren war das, erzählt die 91-Jährige. „Damals gab es aber keinen Strom im Küchenzelt. Es wurde mit Gas gekocht. Und die Aufschnittmaschine hatte noch eine Handkurbel.“
Die Seniorin gehört zum Kreis der Kochfrauen und -männer, die die Kolpingsfamilie Clarholz zum opulenten Kaffeeklatsch ins Konventhaus geladen hat. Zwischen 90 Gästen nimmt Hannelore Körkemeier Platz. Darunter auch weitere Aktivposten der Kolpinger, auf die am Sonntag eine besondere Auszeichnung wartet.
Eine tolle Resonanz, findet Bertram Hagenkötter, seit 1993 Vorsitzender der Kolpingsfamilie, die ihr 100-jährige Bestehen mit besonderen Aktionen feiert. So wie mit der Schlacht am ausladenden Kuchenbüfett.

Am Kuchenbüfett in Aktion war auch die zweite Vorsitzende der Kolpingsfamilie Clarholz, Birgit Berglar. Insgesamt rund 15 Helferinnen und Helfer garantieren einen reibungslosen Ablauf.
Wobei: Es geht gesittet, aber unterhaltsam zu. Nicht nur Hannelore Körkemeier trifft einige Frauen, die in den 1980er-Jahren zu ihrem Team gehörten. Und nicht alles hat sich mit den Jahrzehnten verändert: „Wir waren damals im Hotel oder einer Pension untergebracht“, erzählt die 91-Jährige. In Zelten haben die Kochteams also damals wie heute nicht geschlafen. Und Weiteres ist wohl gleich geblieben, fragt man in die Runde: „Es hat so viel Spaß gemacht“, kommt die gestandene Kochfrau ins Schwärmen. Und wenn sie könnte, „würde ich es heute auf jeden Fall nochmal machen“, fügt sie überzeugt an.
Viele der Anwesenden sind wie sie „Wiederholungstäterinnen“. Und welchen Stellenwert das jährliche Zeltlager unter den Kolpingern genießt, wird auch in einem kurzen Filmbeitrag deutlich. Einige Mitglieder kommen darin zu Wort. Und auf die Frage, was ihnen an der Kolpingsfamilie besonders gefällt, wird außer dem Zusammenhalt von Alt und Jung eben oft auch das Zeltlager genannt.
Bertram Hagenkötter nutzt die Gelegenheit noch einmal, um Dank zu sagen. Den richtet er auch an Mitglieder und Aktivposten. Und besonders an langjährige Kolpingschwestern und -brüder.

Überall war die 100 als Hinweis auf das Jubiläum der Kolpingsfamilie präsent. Auch auf der Torte, die Bertram Hagenkötter anschneidet.
Für 25 Jahre ehrt er Astrid Gündel- Huster und Josef Huster. Seit 40 Jahre ist Andreas Bünte dabei, seit 65 Jahren Albert Pötter. In Relation zum 100-jährigen Bestehen seien eine 70- oder auch 75-jährige Mitgliedschaft etwas Besonderes, wendet Hagenkötter den Blick auf weitere Jubilare. Nadeln und Urkunden für 70 Jahre gibt es für Johannes Haunert, Franz Toppmöller, Gerhard Kuhlmann und Karl Düpjohann. Und seit stolzen 75 Jahren halten Rudolf Westmark und Wilhelm Pötter der Clarholzer Kolpingsfamilie die Treue. Reichlich Applaus gibt es für die Geehrten von den zahlreichen Gästen.

Im Zuge des Kolping-Kaffeeklatsches wurden auch einige Jubilare geehrt: (v. l.) Johannes Haunert (70 Jahre). Franz Toppmöller (70 Jahre), Rudolf Westmark (75 Jahre), Albert Pötter (65 Jahre), Andreas Bünte (40 Jahre) sowie Astrid Gündel-Huster und Josef Huster (beide 25 Jahre).
Gemeinsam genießt die Runde nicht nur Kaffee, Kuchen und Klön. Fast alle beteiligen sich auch am Quiz des Nachmittags, ausgearbeitet von Ursula Terlutter-Barkow. Fragen rund um Adolph Kolping und eine zum Zeltlager werden beantwortet. Auch, wie viele Kochfrauen und -männer in all den Jahren aktiv gewesen sind. Wer 76 schätzt, liegt goldrichtig.
332 Bäume erradelt
170.254 Kilometer haben die Teilnehmer des diesjährigen Kolping-Radelns im Diözesanverband Paderborn in den Sommerferien absolviert. Ein Rekordwert, informierte Bertram Hagenkötter. Das sind knapp 35.000 Kilometer mehr als bei der bisherigen Bestmarke im Jahr 2023. Pro 50 Kilometer pflanzen Kolping- werk und Kolpingjugend Paderborn einen Baum, das ergibt 3405 Bäume. Und die Clarholzer haben dazu beigetragen: „Mit 16.604 Kilometern liegen wir auf Platz zwei.“
Was somit 332 Bäumen entspricht, so Hagenkötter. Er zeichnete die Familien Scharpenberg und Homeier als besonders fleißige Radler aus.
Quelle: Von DAGMAR SCHÄFER – Die Glocke – www.die-glocke.de (11.11.2025)