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Kolpingsfamilie

Clarholz

Portrait Adolf Kolping
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100 Jahre Kolpingsfamilie Clarholz

veröffentlicht am

Mit Mut und Optimismus in die Zukunft

Mit Gottesdienst und einem Festakt hat die Kolpingsfamilie Clarholz ihr 100-jähriges Jubiläum gefeiert. 1925 hatte Vikar Franz Wintersohle zur Gründung eines Gesellenvereins eingeladen. Und inzwischen kann die Kolpingsfamilie auf eine erfolgreiche Geschichte zurückblicken, ist feste Größe im gesellschaftlichen Leben und sieht mit Mut und Optimismus in die Zukunft.

Die Begriffe Gestern, Heute und Morgen standen auch im Mittelpunkt des Gottesdienstes, der den Auftakt bildete. Festprediger war Paderborner Diözesanpräses Sebastian Schulz, der mit dem Clarholzer Präses Pastor Josef Kemper, Pastor Dr. Gerhard Best, Pfarrer i.R. Dr. Witold Szmigielski und Diakon Arnold Stuckstätte die Messe zelebrierte. Die drei Fahnenabordnungen der Kolpingsfamilie Clarholz hatten im Chorraum Aufstellung genommen. An den Seiten standen die Fahnen des Bezirks Wiedenbrück, der Kolpingsfamilien des Bezirks, der benachbarten Kolpingsfamilien und der befreundeten Vereine.

Der feierliche Einmarsch mit den zahlreichen Fahnen und Bannern in die Kirche.

Das Motto „Mit Kolping auf dem Weg“ wurde lebendig in einem Zwiegespräch zwischen Ursula Terlutter-Barkow und Andreas Bünte, der in die Rolle von Adolph Kolping geschlüpft war. In der Szene erklärte der gelernte Schuster, Geistliche und Sozialreformer an den Bestandteilen eines Schuhs, wie sein christliches Verständnis Menschen auf ihrem Weg begleite. So stehe der Glaube gestern, heute und morgen wie ein Schuh für die Hilfestellung für den Weg durch das Leben.

Pastor Josef Kemper segnet die Jubiläumskerze.

Nach dem Gottesdienst führte der Bannermarsch zur Wilbrandschule, wo die Fahnenabordnungen und die zahlreichen Gäste in die Aula zum Jubiläumsfestakt einzogen. Dort begrüßte Bertram Hagenkötter, Vorsitzender der Kolpingsfamilie, die Ehrengäste, Abordnungen und alle anderen Anwesenden.

Er blickte auf die 100-jährige Geschichte zurück, beginnend mit der Gründungsversammlung des Gesellenvereins am 10. Dezember 1925 und nannte die Mitglieder des ersten Vorstands: Senior Josef Terlutter, Schriftführer Heinrich Kiskemper, Kassierer Christoph Hülshörster und Präses Vikar Franz Wintersohle. „Während der NS-Diktatur kamen die katholischen Vereine zum Erliegen und die Kolping-Fahne war unter dem Dach bei Sandmanns versteckt“, so Hagenkötter weiter. Es folgten die Aufbaujahre, in denen auch über den Bau eines Kolpinghauses diskutiert wurde, die Schenkung einer Glocke für den Kirchturm, Theateraufführungen und das erste Jugendzeltlager 1976 in Blankenrode – eine Erfolgsgeschichte. DKMS-Typisierungsaktion, Fahrten, der Erntedankumzug, der mutige Blick in die Zukunft: „Das ist die Kolping-DNA.“

Für den Kolpingwerk-Bundesverband sprach Stephan Stickler. Er zeigte sich erfreut über den engen Zusammenhalt der Clarholzer Kolpingsfamilie und überreichte die Ehrenurkunde. Vor allem die Jugendarbeit, allen voran die Zeltlager, trügen dazu bei. Zu nennen sei ebenso die Seniorenarbeit. „Die große Zahl der Fahnen der Abordnungen spricht für sich. Und so ein Fest zu veranstalten, hilft, das Kolping-Gen zu beleben!“

Bertram Hagenkötter erhält die Ehrennadel

Nach einer musikalischen Darbietung mit Piano und Querflöte von Winfried Klasmann und Marie Huster folgte ein Video, in dem Mitglieder der Kolpingsfamilie aus allen Altersgruppen zu Wort kamen. Und dann fiel immer wieder ein Name: Bertram Hagenkötter. Seit 1993 ist er Vorsitzender der Kolpingsfamilie und bildet mit Peter Maasmeier auch das Leitungsteam im Vorstand des Bezirksverbands Wiedenbrück. „Er prägt die Aktion Rumpelkammer ebenso wie die Zeltlager und ist für seinen persönlichen Einsatz geschätzt. Ganz nach Kolpings Spruch – ,Schön reden tut’s nicht, die Tat ziert den Mann’ – ist er zur Stelle“, lobte Diözesanpräses Sebastian Schulz und ehrte Hagenkötter mit der Ehrennadel des Diözesanverbands Paderborn, einer seltenen verliehenen Auszeichnung. Dass es aber ohne tüchtige Unterstützung nicht geht, betonte Sebastian Schulz gleich bei den nächsten beiden Ehrungen. Markus Topp, seit 2009 Kassierer, freute sich über das Ehrenzeichen ebenso wie Bertram Hagenkötters Ehefrau Christina. Für die gesamte Kolpingsfamilie hatte Diözesanpräses Sebastian Schulz als Geschenk eine Glasstele mitgebracht, die den Perspektivwechsel Kolpings aufgreift. Bürgermeister Marco Diethelm betonte seine Wertschätzung und überbrachte die Grüße der politischen Gemeinde: „Zeltlager oder Aktion Rumpelkammer sind nicht alles, und hier geht es auch nicht um Selbstdarstellung, sondern um das Wohl der Menschen. Hier wird christliche Gemeinschaft gelebt, und das mit viel Aktivität!“ Dann kamen alle Betreuer des Zeltlagers auf die Bühne und zeigten mit Bildern zum Lied „Die schönste Zeit“ einige Eindrücke – mittendrin ein lebensgroßer Pappaufsteller von Bertram Hagenkötter, der sich schnell persönlich hinzugesellte. Zum Abschluss des Festakts stimmten alle das Kolping-Lied an und der Abend klang bei Getränken, einem Imbiss und guten Gesprächen in gemütlicher Runde aus.

Das Team des Jugendzeltlagers verewigte Bertram Hagenkötter als Pappaufsteller.

Quelle: Die Glocke – www.die-glocke.de (17.05.2025)

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