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Kolpingsfamilie

Buchloe

Portrait Adolf Kolping
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Das Theater hinter dem Theater

veröffentlicht am

?Der nackte Wahnsinn?, was die Kolpingsfamilie Buchloe in diesem Jahr auf die Theaterbühne bringt. Die gleichnamige Komödie von Michael Fryan birgt nackte Tatsachen mit allen erdenkbaren menschlichen Komplikationen. Der anspruchsvolle Dreiakter unter der Regie von Manfred Dempf und Martin Lederle steht seit einem halben Jahr auf dem Probenplan der Theatergruppe. Premiere ist am Samstag, 8. März, im Buchloer Kolpinghaus.

Eine Theatergruppe ist unterwegs auf Tournee und versucht in kürzester Zeit, ein Stück auf die Bühne zu bringen. Ein Wust aus Requisiten, unzähligen Türen, Taschen, Kartons und den ewig ins Rampenlicht gesetzten Sardinen behindern die Schauspieler mehr, als dass sie glücklich über diese wären. Im Zentrum des Geschehens steht Mrs. Clackett, alias Dotty Otley (Julia Melchert). Als quirlige Haushälterin des Brent?schen Landhauses versucht sie, das Anwesen von Philip Brent, gespielt von Frederick Fellowes (Andreas Gerhardt) und seiner Frau Flavia, welche von Belinda Blair (Sigrid Holuba) verkörpert wird, während deren Abwesenheit in Schuss zu halten. Als Steuerhinterzieher auf der Flucht vor dem Finanzamt treffen sie in ihrem Haus auf den Häusermakler Roger Tramplemain, alias Garry Lejeune (Martin Schmalholz), und seine Angebetete Vicky, alias Broke Asthon (Alina Heikel). Der aberwitzige Lebemann und die tollkühne Sekretärin verkörpern das spießige Liebespaar dieser neuzeitlichen Komödie.

Regisseur Lloyd Dallas (Martin Lederle) hat seine liebe Not mit der Truppe und ist gezwungen, die Proben immer wieder zu unterbrechen, weil zum Beispiel der Einbrecher Selsdon Mowbray (Max Walter) viel zu spät oder viel zu früh auftritt oder gar nicht auffindbar ist oder einer der Schauspieler den Inhalt des Stückes nicht versteht. Ohne Assistentin Poppy Norton-Taylor (Jessica Schiller) wäre der Regisseur hilflos. Kümmert sie sich doch im jedes Requisit, souffliert und bekommt den Frust des Theaterleiters ab. Ähnlich ergeht es auch Bühnenmeister und Inspizient Tim Allgood (Dietmar Ledel). Vom Regisseur schikaniert und als Laufbursche missbraucht behält er am Ende den Überblick, repariert kaputte Türen und übernimmt die Rollen derer, die dazu gerade außerstande sind. Während der Proben und Aufführungen kommt es vermehrt zu Körperverletzungen, Alkoholexzessen und Eifersuchtsdramen bis zu nicht geplanten Schwangerschaften. Dramen über Dramen, die bei genauem Hinsehen nur noch lustig sind und den Charme dieser englischen Komödie ausmachen. Das stilvolle Bühnenbild von Werner Holuba soll das Seinige noch dazutun. (Dietmar Ledel/Buchloer Zeitung)

Weitere Aufführungen sind am 15., 22., 28. und 29. März sowie  4. und 5. April jeweils um 20 Uhr im Buchloer Kolpinghaus. Karten gibt es unter Telefon 08241/6363.