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Willkommen Senioren

Infos und Anregungen für Menschen in den besten Jahren
“The Silver Age”, “Whoopies” und “Best-Agers” – mittlerweile sind die Anglizismen in der älteren Generation angekommen. Versuche, die wachsende Zahl über 60-Jähriger zu bezeichnen, die nicht dem üblichen Klischee eines Senioren entsprechen. Statt alt und geistig wie körperlich unbeweglich präsentieren sich immer mehr Renter in gesunder, kaufkräftiger und abenteuerlustiger Verfassung und zeigen damit: Alter ist relativ! Nachfolgend einige Informationen, Anregungen und Geschichten von und für Menschen in den besten Jahren.
Wenn Rentner reisen
Tourismus-Industrie muss sich auf neue Zielgruppe einstellen
Die Zeit, in der Menschen über 60 sich mit der sonntäglichen Kaffeefahrt in die nähere Umgebung begnügen, geht langsam aber sicher zuende. “Best Agers”, “Sixty-ups” oder “Happy Enders” haben ganz andere Ansprüche, wenn es in den Urlaub geht. Ob Rundreise in den USA, Canada, Norwegen oder Rügenfahrt – die Wünsche sind vielfältig. Zeit für die Tourismusbranche, sich auf eine wichtige Zielgruppe einzustellen. (Kolping-Riemke hat es schon getan)
“Es gibt immer mehr Senioren in Deutschland – und immer mehr von ihnen nehmen am Urlaubsgeschehen teil”, bringt es die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen in ihrer aktuellen Reiseanalyse auf den Punkt. 75 Prozent der Menschen über 60 reisen demnach regelmäßig. Und immerhin fast zwei Drittel der über 70-Jährigen verzichten nicht auf ihren Urlaub. Damit ist heute einer von drei Urlaubern im Seniorenalter – Tendenz steigend.
Rentnerin Elisabeth K. wird Urlaub machen, solange es irgendwie geht. “Ich reise, weil es mir Spaß macht, rauszukommen und Land und Leute zu sehen”, sagt die 81-Jährige. Dreimal im Jahr ist sie unterwegs, meistens für ein paar Tage und immer mit der gleichen Gruppe. Am liebsten fährt sie mit ihrem vertrauten Busunternehmer:  “Das ist bequem und ich weiß, dass die Firma zuverlässig ist.”
Wünsche älterer Reisender sind genauso vielfältig wie die junger Reisender. Denn Vorlieben ändern sich nicht plötzlich, wenn Menschen ins Rentenalter kommen, zeigt eine Studie zu Urlaubsreisetrends. Jemand, der Kulturreisen liebt, wird sich auch mit 65 nicht für einen All-Inklusiv-Cluburlaub auf Ibiza erwärmen. Und passionierte Wanderer werden so lange weiter wandern wollen, wie es ihnen gesundheitlich möglich ist. Und das kann lange sein.
“Der Computer ist kein wildes Tier”
Immer mehr ältere Menschen wagen sich an die neueste Technik
Ein wenig unsicher bewegt sich die Hand mit der Maus über die Unterlage: Leise macht es “klick” und Inge P. schaut suchend auf den Computerbildschirm und fragt: “Wo steckt denn jetzt der Cursor?” Das die Maus ein Computergerät ist, wusste die 61-Jährige zwar schon vorher, aber das ein Cursor der Zeiger auf dem Bildschirm ist, hat sie erst in einem Computerkurs gelernt.  Zwei Mal die Woche besucht Inge P. den Computerkurs.
Die Kath. Bildungsstätte und die Volkshochschule führen seit Jahren Computerkurse durch und wissen, worauf es ankommt, wenn man Älteren die neueste Technik vermitteln will: “Ein langsamer Einstieg ist wichtig. Die Hände sind nicht so auf die Tastatur eingestellt, daher dauert das Tippen länger.” Auch die englischen Begriffe erklären sie ganz genau, viele hätten früher kaum Englisch gelernt. Zu der Basisarbeit gehört: den Rechner an- und ausschalten, Ordner anlegen, Dateien kopieren.
Die einzelnen Schritte können die Teilnehmer über den Beamer mitverfolgen, der das Computerbild wie ein Diaprojektor an die Wand wirft. Auch wird das Innere eines Computers gezeigt, “damit man mal sieht, dass der Rechner kein wildes Tier ist.” Anschaulichkeit sei wichtig, für Menschen, die sich noch nie mit einem Computer auseinandergesetzt hätten.
Und das gilt laut dem Deutschen Zentrum für Altenforschung für rund 80 Prozent der Frauen ab 55 Jahren. Männer beschäftigen sich häufiger mit diesem Medium: 40 Prozent hacken regelmäßig in die Tasten. Allerdings steigt die Zahl der älteren Computernutzer stetig an.
Man kann beobachten, dass das Interesse der Älteren an Computer und Internet zunimmt. Generell sind alle Kurse gut besucht: “Es hängt allerdings sehr vom Titel ab”, ist die einschlägige Erfahrung. Als die Kurse noch “Senioren-Computerkurs” hieß, hätte sich kaum jemand angemeldet: “Senior will keiner sein”.
Inge P. hat es mittlerweile geschafft, mit dem Cursor auf eine Datei zu zeigen: “Langsam aber sicher kriege ich das hin”, sagt sie vergnügt. Jetzt übt sie, wie man diese von einem Ordner in einen anderen kopiert: “Das ist gar nicht so einfach”, stellt sie fest, “ich muss gucken, wann ich die rechte und wann die linke Maustaste drücken muss.”
Inge P. sucht immer den Austausch mit Gleichgesinnten: “Meine Kinder haben mir erklärt, wie schnell das mit Internet funktioniert.” Und so reifte ihr Entschluss, sich vor den Rechner zu wagen. Trotz aller Technik: Einen Block und einen Stift hat sie immer dabei. Schließlich muss man das Gelernte ja auch irgendwo aufschreiben……