Jahr 2026

Ein interessanter und vergnüglicher Abend zum Josefstag

Der heilige Josef - ein weiterhin weltweit beliebter Fürsprecher

Die Kolpingsfamilie Altomünster hat am 19.03.2026 zu einer informativen, vergnüglichen und geselligen Feier des Josefstages in die Gaststätte Kapplerbräu eingeladen. Der stv. Vorsitzende Stephan Boosz freute sich bei der Begrüßung sehr, dass so viele Gäste, etliche aus anderen Ortschaften im Landkreis, kamen und den Raum bis auf den letzten Platz füllten. Er versprach, dass es ein informativer, vergnüglicher und geselliger Abend werde, wie es bei der Bewerbung der Veranstaltung angekündigt wurde. Für den informativen Teil begrüßte Boosz einen „echten Josef“,  nämlich Josef Mederer; für die musikalische Umrahmung sorgten Albert Reisner am Akkordeon und Hans-Jürgen am Kontrabass. So ergab sich eine lockere Abfolge von Texten und Freude bereitenden Musikstücken.
Mederer erwähnte zunächst, dass es den Namen Josef weiterhin in vielen Schreibweisen, Varianten wie z.B. Sepp und Sprachen gebe, auch wenn er bei den Neugeborenen in Bayern nicht mehr unter den Top 10 sei, und beglückwünschte alle anwesenden Namensträger-innen. In der Bibel stehe nur sehr wenig über ihn; es seien keine Worte, Sätze von ihm zitiert, sondern nur Gedanken und Träume. Bereits kurze Zeit nach der weihnachtlichen Geburt von Jesus in der Krippe endet seine Erwähnung. Dennoch hat sich eine weltweite Beliebtheit und Tradition bis in die Gegenwart entwickelt und gehalten. Die eigenständige liturgische Verehrung des hl. Josef in Gebeten begann in der katholischen Kirche erst im Mittelalter und sollte die heidnische Verehrung der Minerva zurückdrängen. Josef gilt in der Systematisierung der Heiliggesprochenen als „Gerechter“ im Alltag in der Beziehung zu Gott. Denn er habe in seinem Lebensalltag aus seinem Glauben heraus das getan, was höheren Zielen diene, konkret dass er seine Verlobte Maria, die ein Kind „aus dem Hl. Geist heraus ohne körperliche Vereinigung“ gebar und das Leben ihres Sohnes Jesus bis über den Tod hinaus in seine Auferstehung begleitete, nicht verstoßen habe. Eine große Enttäuschung war es deshalb für die Bevölkerung in Bayern, dass der seinerzeitige Ministerpräsident Alfons Goppel den gesetzlichen Feiertag ab 19.3.1969 abschaffen ließ. Im weiteren Verlauf zitierte Mederer die Verehrung des hl. Josef in Gedichten, landwirtschaftlichen Wetterregeln und Segensgebeten z.B. beim Bezug einer anderen Wohnung. Der beliebte, im vergangenen Jahr verstorbene Papst Franziskus hat im Jahr 2021 ein weiteres Segensgebet über Flucht und Vertreibung unter die ausdrückliche Fürsprache des hl. Josef gestellt. Mederer und Boosz wünschten den Gästen zum Ausgang des Abends, sich weiterhin im eigenen Glaubensleben vom hl. Josef inspirieren zu lassen.