„Freier Zugang“ finanziell für 2025 gesichert„
Im Herbst 2022 stand Alessia schüchtern in der Bürotür. Ohne Termin, natürlich ohne Termin – Die Hälfte aller jungen Menschen kommen ohne Termin. Sie hatte unseren Flyer in Hand und keine Idee wie es weitergehen sollte, aber mit dem festen Wunsch eine neue berufliche Perspektive zu entwickeln.
Alessia hat 2020 die Hauptschule mit einem 10. Klasseabschluss, während des ersten Lockdowns, verlassen und keinen Ausbildungsplatz gefunden.“ So wie Alessia geht es vielen Jugendlichen. Alessia brauchte eine Beratung für Jugendliche in einem der Kölner Jugendbüros. Allerdings hatte sie keine Zuweisung für eine Beratung über das Jobcenter.
So wie ihr geht es vielen. Das haben die Verantwortlichen der Kölner Kolpingsfamilien bereits vor 25 Jahren entdeckt. Darum gibt es seit dieser Zeit die Möglichkeit, für einen „freien“ Zugang zu einer Beratung – finanziert allein aus Spenden.
Im 25. Jahr des Bestehens wurde es eng mit der Finanzierung. Mit viel Herzblut sprachen die ehrenamtlich engagierten Kolpinggeschwister die Verantwortlichen der Kurt und Maria Dohle-Stiftung und des Erzbistums Köln an und konnten die beiden Großspender finden.
Damit ist das Fortbestehen für das Jahr 2025 gesichert. Beide haben den „Freien Zugang“ jeweils 5.000 € zur Verfügung gestellt. – starkes Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt!
Mittlerweile musste Alessia das Angebot des Jugendbüros erneut in Anspruch nehmen – wieder ohne Zuweisung über das Jobcenter. Sie hat ihre Ausbildung erfolgreich beendet und arbeitet in ihrem Beruf. Nun möchte sie sich beruflich weiterentwickeln. Für die Vermittlung eines Praktikumsplatzes braucht sie wieder Unterstützung durch das Jugendbüro.
Doch wie lange ist das noch möglich? Die Spender und Spenden werden weniger. Doch der Bedarf bleibt!
Der „freie Zugang“ ermöglicht Jugendlichen eine Beratung für ihre individuelle Situation. Gemeinsam werden Bewerbungsunterlagen zusammengestellt, Praktikumsstellen vermittelt, auf Einstellungstests vorbereitet.
Der „freie Zugang“ richtet sich an junge Menschen, die bestehende Hilfesysteme „durchs Raster“ gefallen sind – oft, weil ihre Lebensrealität zu komplex ist, um in starre Fördersysteme zu passen. Hier setzt der „freie Zugang“ an: individuell, unbürokratisch, zugewandt.
Damit dieses Herzensprojekt weiterbestehen kann, brauchen wir Ihre Unterstützung. Ganz gemäß dem Gründer des Kolpingwerkes: „Tue jeder in seinem Kreis das Beste, dann wird es in der Welt bald besser aussehen.“
Spendenkonto:
Kolping Bezirk Köln
Pax-Bank für Kirche und Caritas
DE79 3706 0193 0033 5830 10
Verwendungszweck: Jugendbüros